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Mittwochsgedanken

Schon wieder ist der Sommer, der noch nicht mal so ein „richtiger Sommer“ war  fast vorbei und die Zeit verflog wie im Zeitraffer – freute ich mich nicht erst kürzlich über das frische neue Grün an den Bäumen und nun sind schon die Vogelbeeren und Hagebutten rot und künden vorsichtig den Herbst an..
Das Schlimme daran ist, Frau wird immer älter dabei…
besonders fällt mir das auch immer auf, wenn ich etwas im Netz bestelle und ich mein Geburtsdatum angeben soll : da muss ich nun immer endlos scrollen, um die Jahreszahl zu erreichen! 😉
und manchmal denke ich dann darüber nach, was ich bisher mit meinem Leben angefangen habe.
Wenn man dafür die Messlatte bei Ehe, Familie und Kindern anlegt : nicht viel, oder besser gesagt – nichts.
Oder legt man sie in Richtung Beruf, Karriere, Selbstverwirklichung und alles was man noch so mit seinem Leben anfangen an, kann werden viele wohl sagen : sie blieb hinter ihren Möglichkeiten zurück..
Und wenn ich dann im TV Berichte über andere Länder sehe, fällt mir auf, wie wenig ich doch von der Welt gesehen habe…
Ich habe noch so viele Wünsche wie Venedig im Winter , Schweden im Frühjahr oder die Küsten von Wales und der Bretagne…

aber leider scheitert deren Verwirklichung  meistens an meinen Möglichkeiten.
Mal sind es die Finanzen, mal meine angeschlagene Gesundheit – oder auch einfach nur der stärkere innere Schweinehund. Ja älter ich werde umso mehr spüre ich Ängste und Zaudern vor etwas Neuem. Oft werfen mich auch Dinge aus der Bahn, die früher „mit links“ erledigt wurden.
Wie zum Beispiel heute die TÜV Untersuchung von meinem „Old George“, der jetzt gerade in der Werkstatt steht und auf den Prüfer wartet….
manchmal frage ich mich, wo ist mein „dickes Fell“ geblieben ? An der Garderobe des Lebens abgegeben?

Trotzdem bin ich nicht mit meinem bisherigen Leben unzufrieden.
Allerdings überkommt mich manchmal so ein Gefühl von Traurigkeit, das Gefühl etwas verpasst zu haben, das unwiederbringlich ist – nun nicht mehr nachgeholt werden kann..

Mein Leben war und ist, wie es nun einmal ist – mit all seinen Höhen und Tiefen, seinen richtigen – u. seinen Fehlentscheidungen. Es hätte durchaus schlimmer kommen können.
Und so werde ich es weiterleben … ob es nun richtig ist oder nicht. Mit oder ohne Messlatte..
Nur die Zeit wird immer knapper … aber es ist ‚mein‘ Leben und das ist gut so.
Und ich bin nun einmal so, wie ich eben bin.
Euch einen schönen Mittwoch, und nicht vergessen : „Old George“  braucht jeden gedrückten Daumen heute – und ich auch!
♥ – eure Anne

4 Kommentare

  1. Ach Menno…, musst Du denn immer mal wieder so rumgrübeln? Bringt nix! Anleitung für die nächste, unweigerlich kommende ? Grübelphase: man (Frau Anne) nehme ein leckeres Gesöff, Lieblingsmucke und Lieblings-Lesestoff und packe die schwarzen Gedanken rasch in die Tonne (aber nicht in den Recycling Sack!!!). Weißt Du, jeder reflektiert ab und zu sein Leben und stellt sich die Frage, ob alles so gelaufen ist wie es sollte. Aber das ist doch wirklich müssig, weil Du die Zeit nicht zurück drehen kannst sondern schauen musst, dass Du mit dem Jetzt-Zustand so gut wie möglich klar kommst. Und das gelingt Dir doch recht gut. Wenn George jetzt auch noch brav ist und mein Daumendrücken geholfen hat, sieht die Welt doch schon wieder viel rosiger aus ?. Entspann Dich und sei (Lieblingsspruch meines Vatis?) zufrieden. Ich schick Dir einen Drücker und einen Schmatzer für Fienchen zwischen die Ohren – LG Elke

  2. Liebe Anne,
    ich lasse Jean-Jacques Rousseau antworten:

    „Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern der, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.“

    Das Leben ist wie es ist. Ich weiß, ein simpler Spruch, aber egal wie man es betrachtet, er ist wahr. Versuchen wir also, aus jedem Tag, aus jedem Tun, aus jedem Erleben das Bestmögliche herauszuholen.

    Hab einen rundherum angenehmen Tag,
    herzlichst moni

    P.S.: Bitte sag mir doch, ob ich die neue „Boxen-Füllung“ irgendwie übersehen habe, oder gibt es keine Box mehr?

    • annelie

      Hallo Moni!
      das musst du übersehen haben – hatte ich bei „nass…“ geschrieben. Aber gern noch einmal – das Thema heißt „Am Wegesrand“
      Viele liebe Grüsse und danke für den schönen Kommentar

      • Danke, liebe Anne,
        ich habe es tatsächlich übersehen!
        Ich wäre ja richtig traurig gewesen, denn ich liebe so ziemlich alles, was so am Wegesrand sein Dasein fristet. 😉

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