geknipst, gemeckert
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9 million bicycles …

there are nine million bicycles in Beijing ….
ganz so viele werden es in Waren wohl nicht sein, aber vom Gefühl her sind es immer noch Tausende. Die Warener stehen den Holländern da wohl nicht nach, denn auch in Alkmaar, wo dieses Foto entstand, war ich von Radfahrern umzingelt 😉
was mir aber hier unangenehm auffällt, ist die Rücksichtslosigkeit der Radler. Und die findet man in allen Altersstufen – vom Schulkind bis hin zum Großvater. Obwohl in der Stadt ein Radwegenetz angelegt wurde, von dem Radler in anderen mir bekannten Städten nur träumen können, wird einfach  -ohne Rücksicht auf Verlußte – auch auf durch Schilder ausgewiesenen Fußwegen geradelt,  obwohl der Radweg 20 Meter entfernt vorhanden ist.
Man fährt „verkehrt herum“ durch Einbahnstrassen – und das sogar mit Kleinkindern im Anhänger oder auf dem Kindersitz – die Gefahr fährt – gerade hier in der engen Altstadt – immer mit.
Wenn man dann so wie ich mit zwei Hunden in den Parkanlagen am Müritzufer unterwegs ist, ist das wahrlich kein Vergnügen, ständig aufpassen zu müssen ob sich nicht von hinten eine Gruppe wilder Radler nähern – die dort eigentlich gar nicht fahren dürfen.
Aber wenn man sie darauf hinweist, das der Radweg der Uferstrasse entlang läuft, wird man auch noch angemeckert .
Aber es sind nicht nur die Einheimischen – nein, in diesem Sommer habe ich gelernt, wie daneben sich Touristen benehmen können …. und die Vorurteile die man evtl. diesbezüglich jüngeren Menschen gegenüber hat, werden von den älteren im Rentenalter noch locker getoppt!
Ist das Rentenalter ein Freibrief für Rücksichtslosigkeit ?

Sehe ich schon von Weitem Gruppen und Paare auf Elektrobikes oder Leihrädern, behelmt und im Partnerlook, er mit kurzen Hosen und den berühmten grauen Socken in den Sandalen, sie in Radlerhosen oder leggins und engen Tops über barocken Formen, versuche ich möglichst das Weite zu suchen.
Solche Radler können auch auf den schmalsten Wegen nicht hintereinander fahren – nein, immer schön nebeneinander auf der ganzen Breite des Weges! Haben sie Angst sich im Warener Altstadtjungel zu verlieren ?
Mir ist manchmal ganz schön mulmig bei dem Gedanke, einer der Hunde könnte sich mit der Leine in ihren Rädern verfangen… 😉
aber es naht Rettung : die Touristensaison ist fast vorbei  😉

Aber wie kam ich heute Vormittag auf all dieses ?
Ganz einfach : es wurde im Radio ein Lied gespielt, das mir immer sehr gefallen hat und mit dem ich euch einen schönen Dienstag wünsche : „There are nine million bicycles in Beijing ♥“

4 Kommentare

  1. Hallo Anne! Sowas nennt man dann Kampfradler. Bei uns sind anscheinend ein besonders schnittiger Helm und Radler-Overals zwingend vorgeschrieben. Als Fußgänger begibt man sich am besten ind den Straßengraben, wenn so ein Kampfradler naht.
    Grüßle Ursel

  2. Katja Boedeker sagt

    Hallo Anne, das ist mal wieder eine Geschichte aus dem wahren Leben! So sind Touristen überall. Auf foehr ist es mir im Mai auch wieder besonders aufgefallen. Es wird Rad gefahren, ob man es kann oder nicht; meistens kann man es nicht. Dann fährt man natürlich nicht auf dem Land auf gut ausgebauten fahrradwegen sondern schlingernd durch Wyk.
    Und es gilt: je oller – je doller!

    Gruß
    Katja

  3. Sonja sagt

    Huhu Annelie, „… sie in Radlerhosen oder leggins und engen Tops über barocken Formen …“. Dieses Bild erschien glasklar vor meinem geistigen Auge und ich musste soooo lachen ;-). Vielen Dank dafür. Auch für den youtube-Link! Ein großartiges Lied, das ich schon lange nicht mehr gehört hatte.

    LG Sonja (die immer still mitliest, sich aber über jeden Post von Dir freut! 🙂 )

    • annelie sagt

      Willkommen Sonja !
      wie schön, das ich dich zum lachen bringen konnte!
      Ich schwöre dir, es ist wirklich unglaublich was frau da so manchmal zu sehen bekommt – von Männlein und Weiblein !
      Lg zurück
      ♥ – lichst Anne

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