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Sonntagmorgen…

9.November 2014, doch ein gutes Datum um wieder am Leben teilzunehmen, oder?
Na gut, ich war ja noch nicht „weg vom Fenster“ – aber doch so gut wie…
denn am Montagabend – 27.10.2014 – ging plötzlich nichts mehr.
Hatte ich mich doch die ganze davorliegende Woche mit Freundes und Nachbarschaftshilfe über die Tage gerettet, bin ich dann am Montagmorgen zum Hausarztzentrum hier am Ort – ganz ehrlich: so richtig glaubte ich nicht mehr an meine Selbstdiagnose „Bronchitis + Grippe“…
Als ich dort ankam muss ich schon so grauslich weiß gewesen sein, das ich sofort dran kam und mir sofort auch Blut abgenommen wurde.
Stehen und Luft holen konnte ich auch irgendwie schlecht, aber mit Antibiotika und Inhalationsaparat versorgt, gings per Taxe wieder nach Hause.
Sobald ich saß oder lag fühlte ich mich eigentlich nicht schlecht…
ja, und dann überschlugen sich abends irgendwie die Ereignisse – das Telefon klingelte und die Praxisärztin vom Vormittag war dran:  ich hörte nur was von Rettungswagen ist unterwegs…. sofort Krankenhaus… nein, nein – mein Protest wurde kaum gehört.
Zum Glück war gerade eine Nachbarin hier, die mir zur Seite stand – Telefonate wurden geführt – die Hunde mussten untergebracht werden – dem Himmel sei Dank für verlässliche und gut organisierte Freunde!
An mir rauschte alles irgendwie vorbei – meine Wahrnehmung war gestört – ich kämpfte nur noch um das Wohl meiner Hunde und um die Fassung….
und schon war auch der RTW da , aber auch dann ließ ich mich noch nicht so einfach „verladen“ sondern ich diskutierte mit den Beiden …
welches Krankenhaus – dann packte ich wieder Hundetasche und meine Tasche – dann weigerte ich mich überhaupt mitzufahren …
bis ich dann letztendlich doch im Wagen war und es los ging.

Die erste Nacht habe ich dann in einer Überwachungseinheit verbracht – viel mitbekommen habe ich allerdings nicht… nur das es ständig piepste, an mir alles mögliche hing und klebte – und jemand an mir rumfummelte… ja, und das immer wenn ich die Augen aufmachte, über mir eine Bluttransfusion baumelte
am nächsten Morgen wurde ich dann auf mein Zimmer verlegt und mir die weitere Vorgehensweise und alle nun folgenden Untersuchungen erklärt.
Ich wurde immer kleiner und kleinlauter… mein Hämoglobinwert lag bei 5,0 – ich hatte also kaum noch rote Blutkörperchen und auch kaum noch Sauerstoff im Blut.
Aber der absolute Schock war dann der Satz : Sie befanden sich gestern in akuter Lebensgefahr.

Darüber muss ich immer noch nachdenken – ich kann es mir immer noch nicht vorstellen.
Und nun fragt bitte nicht, warum, wieso, weshalb…. man weiß es noch nicht – es gibt kein Organ mehr, das nicht untersucht wurde. Selbst Knochenmark wurde entnommen – noch stehen einige Befunde aus, die an verschiedene Unikliniken geschickt wurden – bisher nur eine wage Ahnung eines toxikologischen Befunds. Und da fällt immer wieder der Name des Rheumamittels, das ich seit Jahren nehme…

kh
Da meine Werte sich nach etlichen Bluttransfusionen und anderer netter Infusionen stabilisiert haben, durfte ich erst einmal nach Hause.
Wenn die restlichen Untersuchungsergebnisse da sind, darf ich wieder beim Herrn Professor erscheinen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Ich freue mich zwar, zu Hause zu sein und wieder „auf den Beinen“ – aber ein mulmiges Gefühl bleibt – warten wir es ab….
ich hoffe nur, dieses Bett wartet nicht wieder auf mich…..

19 Kommentare

  1. do

    Erst mal bin ich froh, dass deine Blutwerte stabilisiert wurden und es dir besser geht. Ich wünsche dir weiterhin guten Mut und halt ganz viel Geduld.
    Herzlich, do

  2. Barbara

    Liebe Annelie, da kommen bei mir so viele Erinnerungen wieder hoch, wenn ich das lese, dass ich ganz fassungslos bin.
    Meine Mutter hat Allupurinol genommen und das nur ganze 3 Wochen….. mehr muss ich ja nicht erzählen.

    Pass auf Dich auf und vor allem nehme alle Hinweise, ernst. Vielleicht hast du eine gute Homöpathin oder Heilpraktikerin in Deinem Bekanntenkreis.
    Eine Freundin von mir litt sehr stark unter Rheuma für viele viele Jahre und war eigentlich immer zugeballert mit Medikamenten. Heute nimmt sie fast gar nichts mehr und hat komplett auf Homöpatische Medizin umgestellt. Es war ein langer und sicherlich auch nicht immer einfacher und schmerzfreier Prozess, aber am Ende hat es sich für sie ausgezahlt.

    Ich denke an Dich und Wünsche Dir alles erdenklich Gute,
    Lieben Gruß Barbara und Eddy

  3. Himmel Herr

    da schaut man hier vorbei, freut sich, wieder was von dir zu lesen und dann solch eine Nachricht. Ich hoffe sehr sehr sher für dich, dass schnell raus kommt, was da nun genau Sache ist und das das alles schnell in Ordnung kommt! Ich wünsche alles Liebe und Gute und drücke weiterhin die Daumen!!!

    LG
    Melanie

  4. Ach du Sch… wie heisst es so schön.DInge die die Welt nicht braucht! Ich wünsche dir alles alles Liebe und Gute, schnelle Genesung und dass man dem Übeltäter schnell auf die Spur kommt. GsD warste schon wieder zu Hause!
    LG,Beate

  5. Tonja

    Mensch Annelie, das war aber knapp! Bin ich froh, daß das noch so ausging. Aber du hast dich auch ganz schön erschrocken, was?
    Ich wünsche dir, daß es jetzt gut wird und nichts nachkommt!

  6. MirZwei

    Ach Du grüne Neune! Mausebeen – ich wag mir gar nicht ausmalen was passiert wäre wenn es auf der Reise passiert wäre. Du machst aber auch Sachen. Alles alles Liebe und die besten Genesungswünsche flattern aus BÄRlin zu Dir von Hilli und Marloni

  7. Oh liebe Anne, da hast Du uns ja wirklich einen Schrecken eingejagt. Aber Du hattest wohl einige Schutzengel und das ist einfach nur schön. Deine beiden sind jetzt sicher sehr happy, dass Du wieder bei ihnen bist. Ich drücke die Daumen, dass es Dir bald wieder richtig gut geht.

    liebe Grüsse und weiterhin gute Besserung
    Brigitte die Weserkrabbe

  8. Ingrid

    Das klingt aber gar nicht gut. Ich drück ganz fest die Daumen, dass bald genau herauskommt, was man machen kann und du die richtige Behandlung bekommst.
    Alles, alles Gute für dich,
    Ingrid

  9. Babette

    Auch ich wünsche Dir alles Gute und das Du wieder richtig gesund wirst! Hört sich ja grauenhaft an. Das braucht wirklich keiner…dieser Schock und dann noch die zusätzl. Sorge wegen der Hunde 🙁

    Ich denk an Dich!

    Alles Liebe und gute Besserung!
    Babette

  10. Mädchen, Du machst aber auch wirklich alles richtig gründlich, oder? Für die weiteren Auswertungen drücke ich Dir selbstverständlich die Daumen und hoffe, Du kannst sehr bald aufatmen und das alles war nur ein einmaliger böser Spuk.

    Fühl Dich fest gedrückt,

    Tina

  11. Schön, dass du dich langsam zuhause einlebst. Wenn es am Rheumamittel liegt, bitte ich um Info, welches. Dann wirst du sicher neu eingestellt werden müssen. Erhol und pfleg dich, Druck die Daumen, dass letzte Ergebnisse auch gut ausfallen. Hab morgen große ZahnOP. Sobald ich wieder in der Lage bin, meld ich mich. GLG Doris

  12. Du lieber Himmel, jetzt hab ich aber einen Schreck bekommen. Gut, dass es dir wieder so gut geht, dass du dich melden kannst. Ich drücke dann mal die Daumen, dass die Ärzte herausfinden, was die Ursache ist und dich entsprechend behandeln können, damit so etwas nicht wieder vorkommt!

    ich drück dich gal ganz fest – glg Elke

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