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Bloggerwelten

kürzlich las ich die Frage : ist bloggen eine Nabelschau?

diese Frage stellt sich mir von Zeit zu Zeit auch immer wieder…
da werden sogar Grundsatzdiskussionen geführt, was man eigentlich bloggen soll und was nicht.
Da rümpfen Journalisten und Politblogger die Nase über uns Alltags und Blümchenblogger, die sich wiederum über Strick und Bastelblogger innerlich amüsieren…
ja, im Einteilen in Schubladen waren wir Deutschen immer schon gut und das wird natürlich auch bei den bloggern reichlich getrieben…
wordpressler belächeln blogger mit fertigen Systemen und schreiben oft sehr gern über ihre updates und plugins, die sie installieren um der restlichen Blogwelt zu zeigen, wie firm sie in solchen dingen sind und bilden damit eine eigene Clique, in die auch meistens nur der Zugang erhält, der da mitreden kann…
die Systemblogger wiederum kontern mit Stricknadelattacken und besonderer Lesefreude der gebundenen Werke der Weltliteratur…
das bringt widerum die sogenannten 1A blogger mit hochbrisanten Themen wie das Elend in Turkmenistan auf den Plan ….
und dann gibt es ja noch die Schöngeister unter den bloggern, immer ein Gedicht oder Foto zur Hand um uns den Alltag zu versüssen.
Natürlich nicht zu vergessen, die Problemblogger …. keine Krankheit oder Mieslichkeit des Lebens ist ihnen fremd…
und sollte jemand dieses auf die leichte Schulter nehmen, wird ihm ganz schnell klargemacht, das es so nicht geht !

Wo bleiben da eigentlich die Exoten?
Nix Technisches, keine Nadelspiele od. Bastelwelten, keine hochgeistigen Ergüsse…
einfach nur Alltag – mehr oder weniger langweilig oder nicht –
kleine Geschichten, die das Leben schreibt, gesehen aus ganz persönlicher Sicht.
Menschen, die sich nicht schämen auch mal zu schreiben, das sie Sorgen haben oder es ihnen grad nicht gut geht ohne deswegen gleich den Jammermodus anzuschalten..
Die mitteilen, das sie sich grad in diesem Moment über etwas gefreut haben oder sich auf etwas freuen…
und die sich darüber freuen, das man für einen kleinen Moment Anteil nimmt an ihren Freuden und Alltags-Problemchen…
weil vielleicht sonst niemand da ist, der zuhört – der ein tröstendes Wort hat oder sich einfach mit freut ?

ist das alles Nabelschau?

Sicher, es gibt vieles das ich persönlich nicht im blog erzählen würde und das auch sicherlich nicht für fremde Ohren geeignet ist. Dafür hat man Freunde oder Familie…
aber warum nicht ein klein wenig von seiner Persönlichkeit preisgeben ?
Menschen die mich kennen, können auch oft zwischen den Zeilen lesen, warum ich was, wann, wie geschrieben habe…
alle reden von Toleranz – fangen wir doch alle mal bei uns selber an!

Ich werde hier also meine ganz persönliche Nabelschau weiter betreiben –
einfach so…
mal traurig, mal fröhlich – einfach so, wie mein Leben nun einmal ist!
und wem es zu seicht ist, der brauchts ja nicht zu lesen.
Dann bin ich eben so ein Exot, mehr oder weniger…

und falls es jemanden interressiert : ich habe keine Depressionen!
kommt gut durch den Tag !

6 Kommentare

  1. Hallo Anne, Du hast mal wieder Alles auf den Punkt gebracht; auch ich schreibe das, was ich meine, öffentlich machen zu dürfen und gleichzeitig damit zu verarbeiten, was mich bewegt. Wer’s nicht lesen möchte, soll doch ganz flott weiter klicken. Ich kann nur sagen, dass mir das bloggen wirklich gut tut. Ob’s einer oder mehrere lesen ist dafür völlig unerheblich. Und auch ich finde ab und zu mal ein blog, das mir nicht gefällt. Käme aber nie auf die Idee, mich darüber negativ auszulassen. Mach Dir keinen Kopf, Du tickst schon richtig! LG aus der Ferne – Elke

  2. Nabelschau hin oder her, ich mag deinen Blog.
    Auf meinem gibts immer mal wieder etwas über dies oder das. Sogar über das Stricken, Häkeln oder Sonstiges.
    Mein Blog ist meiner. Da schreibe ich das was ich gerne loswerden möchte. Ob das nun anderen gefällt oder nicht.
    Ich habe in meinen über 4 Jahren Bloggerzeit „nur“ 208 Leser und Leserinnen. Aber ganz ehrlich: mir genügt das total. Selbst wenns weniger wären könnte ich damit leben. Klar freue ich mich über Kommentare oder neue Leser.
    Aber ob das nun mehr oder weniger ist, ich blogge weil ich es möchte. Das was ich will und wie es mir passt. Und wer das nicht mag, der kommt eben nicht mehr zu mir.

    Ich jedenfalls lese weiter bei dir mit :o)

    Liebe Grüße
    Gnubbel

  3. Genau, ich habe es mir schon lange abgewöhnt meine Fahnen in den Wind zu halten und koche somit mein eigenes Süppchen so wie es mir schmeckt. Wir sind alle schon erwachsen und für uns selbst verantwortlich und so wissen wir auch in den meisten Fällen was wir wollen und was nicht. Ich werde einen Teufel tun, mich über sogenannte Blümchen- oder Bastelblogs o.ä. lustig zu machen. Sie haben alle ihre Daseinsberechtigung und was ich nicht mag, brauche ich mir ja auch nicht ansehen. Gottes Tiergarten ist groß und alle haben darin Platz. In diesem Sinne wünsche ich Dir einen schönen Sonntag

    und liebe Grüsse
    Brigitte die Weserkrabbe

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