Kommentare 5

Supermarktphobie

… heute war auch wieder einmal einkaufen angesagt… also ab in die ‚Aussenwelt‘.
Und es kam, wie es kommen musste: Ärger –  wie vorprogrammiert !

Da ich Getränke brauchte, fuhr ich also in einen örtlichen Getränkemarkt.
An Bord : 1 Kiste Wasserflaschen, 1 Saft Kiste und einige Einzelflaschen – also keine Unmengen!
Alles mühselig in einen Einkaufswagen gepackt (Frau Rheuma macht sich mal wieder in den Handgelenken breit 🙁 ) und ab zum Markt.
Am Einlass schon eine lange Schlange an der Leergutabgabe – endlich bis zur Abgabe vorgedrungen,  gings los:
der junge Mann dort versuchte mich zu belehren, ich müsse die Einzelflaschen am Automaten abgeben und der wäre draussen !
Auch würde er mir die Kisten nicht aus dem Wagen heben… ich solle sie selbst wegbringen und auf die vorgesehenen Stapel stellen – und das alles in einem  ziemlich unverschämten Ton. Geht’s noch?

Als ich ihm sagte, der Service hier lässt sehr zu wünschen übrig, folgte eine Auslassung seinerseits über immer längere Ladenöffnungszeiten, seine schlechte Bezahlung und Personalmangel…
es fehlte nur noch der Satz : schöner Laden hier, das einzige das stört, sind die Kunden !
Ich habe dann  meinen Leergutwagen genau dort stehen gelassen wo er stand – samt Kisten und Einzelflaschen – und bin gegangen. Ich wollte den jungen Mann in seinen Betrachtungen der Arbeitswelt ja nicht stören!
Allerdings nicht ohne ihn darauf hinzuweisen, das er in anderen Ländern dieser Erde sicher bald schon arbeitslos wäre mit dieser Arbeitsauffassung..
Ich habe andere Länder und ihre Supermärkte kennen gelernt, da wird an der Kasse sogar vom Personal eingepackt, da sind die Geschäfte viel länger und sogar Sonntags geöffnet und was das Tollste ist : das Personal dort zeigt wenigstens Gute Laune , Hilfsbereitschaft und Freude an der Arbeit… und Ketten am Fuß trug dort auch keiner !!!

ich brauche keine längeren Öffnungszeiten, aber in den Vorhandenen möchte ich höflich, freundlich und aufmerksam behandelt und bedient werden. Ist das zu viel verlangt ?
Bei Discountern erwarte ich ja nichts Anderes – deswegen meide ich die ja auch – aber in einem namhaften  Supermarkt?

Nun habe ich allerdings ein Problem:  Einkauf wegen Wutanfall abgebrochen, gähnende Leere im heimischen Getränkeschrank …..
ich werde werde mir die Getränke in Zukunft liefern lassen – lt. tel. Auskunft trägt sie mir der Lieferfahrer sogar bis in die Wohnung und mein Leergut nimmt er selbstverständlich auch mit!

Warum habe ich nur so eine *Supermarktphobie* oder ist es eine *Allergie* ?
Gibt es dafür Kurse an der VHS : „wie und wo kaufe ich gelassen und befreit ein ?“ oder muss ich damit zum Arzt ?
wünsche euch auch viel Spaß beim Einkaufen !

5 Kommentare

  1. Wird man hier in Deutschland in einem Laden höflich und gut bedient, fällt es wirklich auf – zum Glück gibt es solche Gelegenheiten. Aber die andere Seite der Medaille scheint viel ausgeprägter zu sein und nervt kolossal.
    Für die Getränke haben wir auch einen Lieferanten, der ist prima, liefert bis an den Platz, an dem man die Kästen stehen haben möchte und nimmt natürlich auch das Leergut wieder mit. Man kann kurzfristig anrufen oder online bestellen und alles ist gut.
    In Sachen Lebensmittel ist das leider nicht so einfach, oft genug ist man genervt. Da lobe ich mir unseren kleinen Markt im Stadtviertel, oder den größeren drei Haltestellen mit der Bahn entfernt und zahle gerne auch etwas mehr, wenn man mir nur nicht mit so viel Unprofessionalität entgegen tritt. Zum Glück haben wir hier in der Großstadt wenigstens etwas Auswahl, das hilft dem Nervenkostüm ungemein. Übrigens kaufen wir in einem Laden, in dem es ganz besonders schlimm ist, nicht mehr ein. Da haben wir auch schon mal einen vollgepackten Wagen einfach stehen gelassen und sind gegangen. So etwas muss man sich wirklich nicht gefallen lassen. Zudem scheinen die Dienstleister zu vergessen, in welchem Bereich sie ihren Arbeitsplatz gewählt haben und das sie ohne uns Kunden gar keinen Arbeitsplatz hätten.
    Das Thema könnte ich nun mit den Paketboten div. Firmen weiterführen, aber das lasse ich besser. 😉

    Liebe Grüße,

    Tina

  2. Liebe Anne, ist Eure Leitungswasserqualität nicht gut genug, dass Du Dein Wässerchen selber sprudeln kannst? Wir haben das Jahre lang gemacht. In Ostfriesland war das Wasser spitzenmässig. Und dann musst Du gar nichts mehr schleppen. Und leckerer fand ich es auch, weil man genau dosieren kann, wieviel Kohlensäure im Wasser sein soll. Und: nicht ärgern über die Deppen im Kackladen. Das tut Dir nicht gut. Immer raus damit. Dem Doofmann schön die Meinung geigen und nicht wieder hin gehen. LG und bis bald – Elke

  3. Also, was Du mit Deinem Supermarkt mitgemacht hast, habe ich gerade mit meiner Sparkasse am Laufen. Die haben es auch echt nicht mehr nötig, Kunden einigermaßen gut zu behandeln. Selbst Beschwerden bei der Geschäftsleitung nützen da nicht viel. Aber bei solchen Dingen lasse ich ja nicht locker. Als nächstes wird nun mit einem Leserbrief an die Öffentlichkeit gegangen. Das ändert zwar wahrscheinlich auch nicht viel, aber ärgern wird es die Sparkasse schon, denke ich. In Supermärkten bin ich dazu übergegangen, den Geschäftsführer holen zu lassen, wenn ich mich ärgere. Aber im Grunde bringt das alles nichts. Der Ärger verschwendet auch die letzten noch positiven Energien. Da hilft nur da nicht mehr hinzugehen und sich einen netteren Laden zu suchen. Und da ich auch Einkaufen im Supermarkt hasse, gehe ich immer mehr dazu über beim Türken nebenan zu kaufen und nur noch selten in den Supermarkt zu fahren.

    liebe Grüße
    Brigitte die Weserkrabbe

  4. Anne

    richtig, gut gemacht! – ich denke, wir haben uns einfach über die Jahre viel zu viel gefallen gelassen! Damit ist bei mir nun endgültig Schluss 😉

  5. Puh… ganz hervorragend sowas… Da kann ich auch so gar nicht drauf. Leider trifft man solches Personal immer öfter… Muss das eigentlich sein?
    Kürzlich war ich Schuhe kaufen; und alle Größen meines entdeckten Wunschhuhs waren im Regal; nur die 39 nicht; ist halt ne Einheitsgröße und immer irgendwie als erstes weg *lach
    Ich wage zwei im (privaten) Gespräch vertiefte Verkäuferinnen zu stören und zu fragen, ob sie die Schuhe auch noch in 39 da haben; da blafft die eine mich: „da oben, im Regal…“ hoch oben im Regal und weit und breit keine Leiter… die ich mir eh nicht geholt hätte…
    Ich war so perplex, dass ich ihr den kleineren Schuh in die Hand gedrückt habe und gegangen bin.
    Hab mich zwar geärgert; aber danach gings mir dann gut und die Konkurrenz hatte auch feine Schuhe; die hab ich jetzt 🙂

    Liebe Grüße, Maje

Schreibe eine Antwort