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Mal laut gebellt

Treue Stammleser wissen noch um die Kämpfe die im Dezember 2007/Januar 2008 hier zwischen „Frau Herz“ und „Herrn Kopf“ ausgetragen wurden – lang ist`s her!
Und nachdem Frau Herz klar nach Punkten aus diesen wochenlangen Kämpfen hervor gegangen war, betrat Mrs. Beasley, gen. Fienchen, dann Ende Januar 2008 die Szene..
typisch für sie ist immer noch dieser Schnappschuss von einem Spaziergang..

so ist sie eben: immer vorne weg, keine Hemmungen oder Ängste, frech wie Oskar und einfach ein fröhliches, kleines Hundemädchen das weiß was sie will (od. auch was sie nicht will!)
Daran hat sich bis heute nichts geändert und ich befürchte, sie wird nie erwachsen werden! Aber so wollte ich meinen Hund – so und nicht anders!
Wenn sie mich mit ihren grossen Kulleraugen ansieht und dabei den Kopf so auf eine ganz bestimmte Art schief legt, ja dann schmilzt mein Herz noch heute wie Butter in der Sonne!

Im Mai 2009 kam mir dann der Spruch: „es ist nicht gut, das der Mensch alleine sei“ in den Kopf und ich dachte mir, warum sollte es bei Hunden anders sein?
Der erste Versuch mit einem 2. Norfolk Mädchen ging dann nach einer einwöchigen Episode gehörig in die Hose – Fienchen duldete keine andere „Königin“ neben sich.
Ich hatte das Vorhaben also schon beerdigt, als ganz plötzlich Amors Pfeil ein kleines Hundeherz traf:
Mrs. Beasley verliebte sich!
Ihr „Objekt der Begierde“ war ein damals 6jähriger Norfolk Mann, der gerade frisch aus England zurück gekommen war. Er hatte sich dort einige Jahre „ausgetobt“ und erfolgreich für Nachkommen gesorgt. Nun zog zurück in seinen Heimatkennel… tja, und das war für den weitgereisten Weltmann nicht so einfach.
Andere, jüngere Rüden hatten seinen Platz längst eingenommen und er fühlte sich im Rüdenrudel einfach nicht mehr wohl.
Wie gut, das „Frau Herz“ wieder einmal gesiegt hat und auf Fienchen gehört!

Dies Foto – aufgenommen während unseres Urlaubs nur eine Woche nach seinem „Einzug“ bei uns – ist irgendwie so typisch für ihn: alle Hunde toben am Strand nur Ala sitzt bei „seinem“ Frauchen und wehe, einer will ihm diesen Platz streitig machen!
Der kleine Mann hatte beschlossen: hier gehöre ich hin – hier gehe ich nie mehr weg!

Es war schon irgendwie auch traurig… er spielte nicht, er machte bei langen Spaziergängen leicht schlapp und er hatte Verlustängste. Für ihn war das Schönste auf der Welt, ruhig bei mir zu sitzen oder zu liegen und ständig Kontakt zu halten.
Nach nunmehr 4 Jahren hat sich fast alles geändert: aus Ala ist ein zufriedener und aktiver Hund geworden! Er rennt jetzt für sein Leben gern am Wasser entlang, er hat angefangen zu spielen und mit Fienchen zu „raufen“ und er geht auch schon mal „eigene“ Wege…
aber eines ist geblieben: er ist mein kleiner Schatten und folgt mir überall hin. Das macht mich sehr glücklich….
Leider macht uns ja sein krankes Herz so ab und an Probleme und zu einem kleinen Pechvogel hat er sich ja auch entwickelt. Bienenstiche in die Pfote, vereiterte Zähne, ausgerissene Kralle, Kampfansagen anderer grosser Artgenossen : Ala schreit „hier“ – und ich muss es mit ihm durchstehen und ausbaden…
aber vielleicht ist er mir gerade deswegen so ans Herz gewachsen.
Wo Fienchen mit ihrer Fröhlichkeit mein Therapiehund ist, da ist der Ala mein Seelenhund.
Er schaut mich an als würde er sagen: ist doch alles nicht so schlimm, ich bin ja da, ich verstehe dich.
Sie sind so unterschiedlich in fast Allem und doch kann ich mir ‚die Eine‘ nicht ohne ‚den Anderen‘ vorstellen.
Ja, und ich hoffe so sehr, das ich noch viele Jahre mit meinen kleinen Trollen erleben kann…
denn es war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben – Danke Frau Herz!

und euch wünsche ich, das auch ihr immer eine Frau Herz bei euren wichtigen Entscheidungen im Leben zur Seite habt – und hört auf sie!

wer etwas mehr über die Beiden erfahren möchte: besucht doch auch einmal ihre eigene Webseite: elb-norfolks.de

9 Kommentare

  1. Das ist ja sooo schön geschrieben – Ihr 3 seid eindeutig füreinander bestimmt! Und genau das kann man hier sehr gut herauslesen. Ich wünsche Euch noch eine gaaanz lange gemeinsame Zeit!

    Liebste Grüße,
    Sonja

  2. oh wie sehr kann ich es nachempfinden!

    Und wenn Du gerade mal Lust hast, dann komm zu meinem heutigen Post!
    Baba der Einzelkater (und mein Seelenkater) hat Imri nach einem halben Jahr doch in sein Herz gelassen …

    LG
    Annchen

  3. Wirklich schön geschrieben und auch ich kann mich an den Kampf Herz/Kopf noch sehr gut erinnern und meine auch Herz empfohlen zu haben, den Kopf aber nicht ganz außer Acht zu lassen. Und so wie Du es gemacht hast, war es richtig. Ich würde auch nie und nimmer meine Katzen hergeben wollen. Bei mir war ja auch erst nur Pepper da und dann ist Mimi dazu gekommen. Sie braucht auch ihre Zeit, aber sie kommt immer näher, man muß ihnen nur die Zeit geben, sich selbst zu entscheiden. Und auch Pepper ist nicht mehr so eifersüchtig wie am ersten Tag. Alles braucht halt seine Zeit. Wir ja auch. Und nun sende ich Euch Drei eine Krauler und

    liebe Grüße
    Brigitte die Weserkrabbe

  4. Ach, wat schön. Ich erinnere mich noch sehr gut an deinen Kampf und habe gespannt alles mitverfolgt und war sofort hin und weg von Mrs. Beasley und dann noch mal die Überraschung, als der Herzensbrecher Ala dazu kam. Ich hoff, dir gehts bald besser. GLG

  5. Das hast Du sehr, sehr schön beschrieben. Du hast es superrichtig gemacht und wirst noch gaanz lange mit Deinen zwei Süßen das leben geniessen. Ich grüße Dich und wünsche Euch 3 eine tolle Woche. Für beide Schnuffs schick ich ein Küßchen zwischen die Ohren – Gruß Elke

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