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und nun?

ich bin gerade auf dem New Yorker Flughafen gelandet…
hunderte Menschen um mich herum – sie rennen in alle Richtungen – wuseln um mich herum..
es ist alles ziemlich düster – schwaches gelbes Licht von alten Glühlampen fällt schemenhaft auf bleiche Gesichter …

ich ziehe einen riesigen, schwarzen Trolley hinter mir her – über die Schulter eine schwere Umhängetasche, die immer wieder von der Schulter rutscht.
Verzweifelt schaue ich mich um – ich suche den Weg zur Grand Central Station..
wo ist der Bahnhof geblieben – ich muss doch den Zug erreichen..
welchen Zug ?
ich weiß es nicht…

ich gehe zu einem Schalter – versuche mich verständlich zu machen…
die Frau dort spricht deutsch – ich spreche kein deutsch…
wo ist der Bahnhof?
der war doch immer dort drüben – verzweifelt schaue ich mich um… laufe hin und her –
suche, schaue – laufe vor und zurück –

mein Trolley ist weg …

und mit ihm mein ganzes Leben…
alles war doch in diesem riesigen, schwarzen Trolley…

ich rufe – ich schreie – ich weine …. keiner hört mir auch nur zu – alle hetzen vorbei, schauen mich nicht einmal an..
auch meine Fahrkarte war in dem Trolley –
was wird nun aus mir ?
ich muss doch den Zug erreichen…. ich muss den Zug erreichen!

die Frau hinter dem Schalter redet ununterbrochen auf mich ein – ich verstehe sie nicht… was will sie von mir?

irgendwo läutet ein Telefon – schrill tönt das Signal durch die riesige Ankunfthalle…
wieder und wieder – lauter und lauter….

mühsam komme ich aus der Tiefe hervor – nach oben, ans Licht…

ich erwache ….. mein Telefon klingelt noch zwei Mal –
dann ist Stille….
und nun?

4 Kommentare

  1. Puh, so einen beängstigenden Traum hatte ich schon lange nicht mehr… Allerdings kann ich mich auch meist nicht an die Traumsequenzen erinnern, die durch mein Hirn des Nachts geistern…

    Ich wünsche dir ein wundervolles WE, meine Liebe!
    glg, Elke

  2. Ich denke auch nicht, dass dein Leben einem Koffer Platz hätte, wie groß auch immer. Aber ich kann mir vorstellen, dass du aus diesem Traum schlecht heraus gefunden hast! Und für uns hast du den Traum wunderbar in Szene gesetzt!
    Liebe Grüße
    Ursel

  3. Und wetten, Du warst richtig erleichtert, dass Du nun nicht in New York warst. Manchmal ist es eben doch zuhause schöner als manches „Traum“-Ziel. Es wundert mich nur, dass es New York war, denn für Dich kommt doch nur Irland in Frage, oder? Auf jeden Fall war es eine spannende Geschichte für die Leser und ich dachte schon, dass Du jetzt unter die Krimi-Autoren gegangen bist. Vielleicht solltest Du darüber mal nachdenken.

    lieben Gruß
    Brigitte die Weserkrabbe

  4. Da hab‘ ich aber Glück, liebe Anne, dass es sich nur um einen Traum handelt. Wenn ich mir vorstelle, Du wärest wirklich in New York, dann würden wir uns wohl nie kennen lernen, so richtig. Und, das mit dem Leben im Koffer kann gar nicht stimmen. Du bräuchtest bestimmt ein grosses Kofferset, um Dein Leben rein zu packen

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